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- Ein guter Partner findet sich nicht von selbst
- No more bananas (nie mehr Bananen)
- Das Geheimnis von Josef und Pièrre
- Steht deine Hütte in Brand?
- Der Wundervogel
- Ein Partner fürs Leben

Ein guter Partner findet sich nicht von selbst Zurück

John Blanchard erhob sich von seinem Platz, strich seine Uniform glatt und beobachtete die Menschenmasse, die sich durch die Grand Central Station schob. Er suchte nach einer jungen Frau, die er zwar gut kannte, aber noch nie gesehen hatte: Das Mädchen mit der Rose. Vor 13 Monaten lernte er sie in einer Bibliothek in Florida kennen. Als er ein Buch aus dem Regal nahm, wurde seine Neugier nicht durch die Worte des Buches geweckt, sondern durch die handschriftlichen Notizen auf dem Seitenrand. Diese zarte Handschrift musste von einer verständigen, aber behutsamen Person stammen. Im Einband des Buches entdeckte er den Namen der früheren Besitzerin: Miss Hollis Maynell. Nur unter großem Aufwand fand er infolge langwieriger Nachforschungen ihre Anschrift.
Sie wohnte in New York City. Er schrieb ihr einen Brief, worin er sich vorstellte und sie um einen Briefwechsel bat. Am folgenden Tag wurde er - zur Zeit des Zweiten Weltkrieges - nach Europa eingeschifft. Durch die Post lernten sich die beiden während des folgenden Jahres kennen. Jeder Brief bedeutete für beide eine weitere Annäherung - eine Romanze begann sich zu entfalten. Blanchard bat sie um ein Foto, aber sie meinte, dass ihr Aussehen ihm nichts ausmachen sollte, wenn sie ihm wirklich etwas bedeutete. Als endlich der Tag seiner Rückkehr aus Europa kam, verabredeten sie sich zum ersten Mal: Um 19 Uhr an der Grand Central Station in New York. „Sie werden mich schon erkennen -,” schrieb sie, „an der roten Rose, die ich an meiner Jacke tragen werde.” Und so wartete er in der Station auf ein Mädchen, das er lieb hatte, aber deren Gesicht er noch nie gesehen hatte. Lassen wir Blanchard selbst erzählen, was geschah: „Eine schlanke, junge Frau mit blonden Locken
und schönen blauen Augen kam auf mich zu. Ihr Gesicht machte einen freundlichen, entschlossenen Eindruck, und in ihrem hellgrünen Mantel erschien sie mir wie der strahlende Frühling. Ich beachtete dabei nicht, dass sie keine Rose bei sich hatte, und ging ihr entgegen. Auf ihren Lippen erschien ein kleines herausforderndes Lächeln. „Kommst du mit, Seemann?” fragte sie leise. Fast unwillkürlich ging ich einen Schritt auf sie zu und ... sah Hollis Maynell. Sie stand beinahe direkt hinter dem Mädchen. Eine Frau, die die 40 schon überschritten hatte und ihre angegrauten Haare unter einem abgetragenen Hut verbarg. Sie hatte einen mehr als stattlichen Umfang; ihre dicken Füsse quollen beinahe aus ihren kleinen Schuhen. Das Mädchen im grünen Mantel entfernte sich schnell. Ich war enttäuscht und hatte den starken Wunsch, ihr zu folgen, aber zugleich sehnte ich mich nach der Frau, mit der ich diesen guten geistlichen Kontakt hatte, die mir Kraft gegeben und mich unterstützt hatte. Und da stand sie vor mir. Ihr bleiches, dickes Gesicht war freundlich und gefühlvoll, ihre grauen Augen strahlten warm und sanft. Ich zögerte nicht und griff nach dem kleinen verschlissenen blauen Lederbuch, um mich ihr vorzustellen. Dies würde keine Liebe sein, aber etwas, das womöglich wertvoller als Liebe ist; eine Freundschaft, für die ich dankbar war und immer sein würde. Ich nahm Haltung an, salutierte und reichte ihr das Buch; und während ich sprach, fühlte ich infolge der schweren Enttäuschung einen Kloß im Hals. „Ich bin Leutnant John Blanchard, und Sie müssen Miss Maynell sein. Ich bin erfreut, dass wir uns treffen konnten; darf ich Sie zum Abendessen einladen?” Ihr Gesicht verzog sich zu einem nachsichtigen Lächeln. „Ich weiß nicht, was dies alles zu bedeuten hat, junger Mann,” antwortete sie, „aber die junge Dame im grünen Mantel, die soeben vorbei lief, bat mich, diese rote Rose an meiner Jacke zu tragen. Und sie sagte, wenn Sie mich zum Abendessen einlüden, dass ich dann mitgehen und Ihnen mitteilen solle, dass sie in dem großen Restaurant auf der anderen Straßenseite auf Sie wartet. Sie sagte, dass es eine Art Test sei!” Es fiel mir nicht schwer, Miss Maynells Weisheit zu bewundern. Die wahre Natur des Herzens kommt in seiner Reaktion auf das Unansehnliche zum Vorschein. „Erzähle mir, wen du liebst,” schrieb Houssaye, „und ich erzähle dir, wer du bist.”
John Davis, Direktor von Orion Publishing, Kalifornien, USA.

No more bananas!! (Nie mehr Bananen)
Lebensgeschichte von John Bishop
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Die Geschichte beginnt, als ich 14 Jahre alt war. Ich wuchs in einer nicht wirklich christlichen Familie auf, mein Vater ging nur zu Weihnachten und Ostern in die Kirche und meine Mutter war Spiritistin.

Damals war ich wie viele andere junge Leute von Rockmusik fasziniert. Ich betrachtete die Rockstars als die Idole meines Lebens. Meine Favoriten waren Jimi Hendrix, die Beatles und Frank Zappa. Ich trug die gleiche Kleidung wie sie. Etwas, was sie praktizierten und worüber sie sangen, war der Gebrauch von Drogen. Eines Tages kaufte ich auf einem Rockfestival Cannabis. Zuerst wusste ich nicht einmal, wie man es richtig nimmt, das musste mir erst noch jemand zeigen. Der Anfang von 14 langen Suchtjahren begann; nun nahm ich täglich Cannabis. Zudem bekommt man es ja nicht umsonst, so ging mein ganzes Taschengeld dafür drauf. Als ich eine eigene Wohnung hatte, nahm ich auch noch das Geld, das für die Miete, Lebensmittel und andere notwendige Dinge bestimmt waren. Ich musste mir etwas einfallen lassen. Du wirst jetzt sicher fragen, warum ich nicht einfach arbeiten ging. Aber wenn man die ganze Zeit damit verbringt, Drogen zu nehmen, ist man in keinem geeigneten Zustand, um zu arbeiten, und außerdem studierte ich noch.
Eines Tages hatte ich schrecklichen Hunger und beschloss mir einfach Essen aus dem Supermarkt zu stehlen. Ich stahl auch im Auftrag anderer, die mich mit Geld oder Drogen bezahlten. Das ging solange gut, bis einige Polizisten vor meiner Tür standen, um mich festzunehmen. Sie ließen mich dieses Mal jedoch bald wieder frei.
Ich begann Cannabis weiterzuverkaufen. Das brachte gutes Geld ein. Im Freundeskreis hatten wir beschlossen, kein Heroin oder Kokain zu nehmen.

Aber eines Tages kam mein bester Freund mit erschütternden Neuigkeiten. Er erzählte, dass er Heroin genommen hätte und dass es das Beste war, was er jemals gehabt hätte. Für mich war es ein Problem, denn er wollte, dass ich es auch einmal probierte und dem konnte ich nicht wiederstehen. Also nahm ich auch Heroin. Das war an einem Freitagabend. Und es war wirklich eine gewaltige Erfahrung. Samstagabend probierte ich es wieder, denn du willst das erste Mal noch einmal erleben, aber es war nicht so großartig und am Sonntag war es noch weniger als am Samstag. Ich hatte mir vorgenommen, lediglich am Wochenende Heroin zu nehmen, denn natürlich war ich „vernünftig“ genug, um selbst entscheiden zu können, aber schon bald nahm ich den Montag hinzu; nur ein klein wenig, um mich weiterhin „normal“ zu fühlen.
Aber es ist gefährlich, damit zu spielen. Du erkennst nicht, dass dir die Kontrolle darüber entgleitet, und ab einem bestimmten Moment hat es dich vollständig im Griff. Und dann brauchte ich es täglich! Das Heroin ging schnell zu Ende, und ich redete mir ein, dass es nicht so schlimm sei, schließlich war ich doch nicht süchtig?! Einen Tag lang ging es gut, dannbegann ich Leute anzurufen, ob sie noch Heroin hätten. Ich sagte, dass ich mich nur erkundigen wollte. Cannabis half nicht mehr. Zu einem bestimmten Zeitpunkt konnte ich nicht mehr schlafen und sprang aus meinem Bett, rief Leute an und sagte: „Ich weiß, das ihr Heroin habt, gebt mir bitte nur ein kleines bisschen, ich will auch das Doppelte zahlen, stehlen, was auch immer.“ In diesem Augenblick begann mir bewusst zu werden, dass ich wirklich ein Problem hatte.

Es ist schwierig, jemanden die Suchtwirkung verständlich zu machen, wenn man es nicht selbst mitgemacht hat. Aber ich werde versuchen, es zu verdeutlichen.
Stell dir vor, du liefest durch einen Dschungel. Auf einmal springt dir ein kleines, lustiges Äffchen auf deine Schulter. Was für ein niedliches Tier! Das Äffchen hätte gerne eine Banane, also gibst du ihm eine Banane. Als die Banane aufgegessen ist, zieht es sanft an deinem Ohrläppchen, „Bitte gib mir noch einmal eine Banane!“ Oh wie süß, was für ein liebes Äffchen, nicht wahr? Aber dann zieht es an deinen Haaren: „Gib mir noch eine Banane“, also gibst du ihm noch eine. Das geht eine Zeit lang so weiter, und das Äffchen wächst und wächst. Dann kkommt der Zeitpunkt, an dem es dich am Nacken kratzt und sagt: „Gib mir noch eine Banane.“ Du reibst mit der Hand über die schmerzende Stelle und erkennst Blut darauf. Von nun an weißt du; was das Äffchen auch tun wird, es wird dir Schmerzen bereiten. Du gibst ihm also eine Banane, bevor es danach fragt.
Das ist doch die Lösung, oder? Das Äffchen wächst, wird größer, und du läufst fütternd weiter durch den Dschungel. Du weißt, dass du ständig für Bananen sorgen musst, sonst beißt er dir noch den Kopf ab. Du verwendest jetzt deine gesamte Zeit darauf, für ihn zu sorgen.
Alles geht noch einigermaßen gut, bis .... die Bananen alle sind. Aber no problem, denn etwas weiter im Dschungel steht noch ein Bananenbaum, also gehst du dorthin. Das Äffchen is inzwischen zu einem großen gefährlichen Affen geworden und du hast für nichts anderes mehr Zeit, als dafür zu sorgen, dass er rechtzitig seine Bananen bekommt. Ächzend und stöhnend gehst du immer weiter, bis der Tag kommt, an dem du irgendwo tot im Dschungel liegst und ein großer Gorilla auf dir herumstampft. Danach nimmt er deinen Körper, schüttelt ihn hin und her und brummt: „Gib mir noch eine Banane“! Ich heulte wie ein Baby, den Affen von meinem Nacken zu kriegen, aber was ich auch versuchte, er kam immer wieder zurück. Ich wollte davon loskommen, aber ich konnte nicht. Ich wusste, dass etwas Außergewöhnliches geschehen mußte, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Wir handelten inzwischen im internationalen Drogengeschäft. Eines Morgens klopfte es an der Tür: Es war Scotland Yard. Ich wurde verhaftet und alles beschlagnahmt. Sie hatten mich gefasst. Ich würde zumindest für ein paar Jahre hinter Gitter kommen, und dem Ausgang der Verhandlung sah ich sehr düster entgegen. Aber es geschah etwas Seltsames.
Die Kriminalbeamten, die mich festgenommen hatten, erschienen nicht. Ein Polizist fragte mich: „Was wirst du dem Richter sagen? Dass du schuldig oder unschuldig bist?“ Ich sagte: „Schuldig, sie wissen doch alles von mir.“ Die Verhandlung nahm ihren Lauf, und mein Verteidiger verteidigte mich absolut nicht, sondern sagte zum Richter: „Sie können ihm gegenüber keine Milde mehr walten lassen, und eine Geldstrafe kommt nicht in Betracht, denn er hat nichts. Also bleibt nur eine Gefängnisstrafe.“
Daraufhin stand der Polizist, der mit mir gesprochen hatte, auf und begann zu erzählen, welch ein netter junger Mann ich sei; dass ich in schlechte Gesellschaft geraten wäre und nun ausgerechnet zufällig erwischt worden sei; ich müsse noch eine Chance bekommen.
Zu meinem großen Erstaunen bekam ich nur zwei Jahre auf Bewährung und verließ den Gerichtssaal als freier Mann. Ich hatte mit meinen Freunden verabredet, dass sie mir Drogen ins Gefängnis schmuggeln sollten, aber das alles war nun nicht mehr nötig. Als ich nach Hause kam, erhielt ich einen Telefonanruf von jemandem der sagte, Drogen bestellt zu haben und mir sogar mit Gewalt drohte. Aber ich erwiderte ihm: „Ich kenne Sie, Sie sind von der Polizei.“ Das gab er ohne weiteres zu und warnte mich, dass sie mich scharf im Auge behalten würden.
Ich mußte also Arbeit finden. Man findet jedoch nicht leicht Angebote, in denen steht: „Ex-Drogendealer zum Geldverdienen gesucht.“ Aber ich musste doch von etwas leben. Also nahm ich alles an, was ich kriegen konnte: Abwaschen, fegen, Toiletten reinigen, und ich arbeitete sogar im Leichenschauhaus. Dann kam eine Art Wende.

Ich arbeitete inzwischen in einem Büro und aß in der Kantine, als mich ein junger Mann ansprach und fragte, ob ich diesen Abend schon etwas vorhätte. Das hatte ich nicht. Und so vereinbarten wir, uns in jedem Fall nach der Arbeit zu treffen, um „gemeinsam nichts zu tun.“ Am Abend schlug ich vor, ein Bierchen trinken zu gehen. Aber mein neuer Freund sagte: „Nein, danke, ich trinke nicht.“ „Sollen wir dann in die Disco gehen und tanzen?“ „Nein,“ sagte mein Freund, „ich tanze nicht.“ „Möchtest Du dann eine Zigarette?“ Und ich tastete in meiner Tasche herum und kramte eine Zigarette hervor. „Nein, ich rauch nicht,“ sagte mein Freund. „Möchtest Du dann vielleicht Drogen?“ Nein, danke.“
Dann sagte ich: „He, Moment mal, du trinkst nicht, du gehst nicht in die Disco, du rauchst nicht, was tust du denn eigentlich?“ „Ich bin Christ“, sagte er, „ich gehe in die Kirche.“ „Oh, nein“, sagte ich, „das kenne ich zur Genüge, da will ich nichts mit zu tun haben. Das sind alles Heuchler.“ „Kennst Du denn die Menschen, die in meine Kirche gehen?“ „Nein“, sagte ich, „das weiß ich einfach.“ „Vielleicht bit du dann ja der Heuchler“, sagte mein Freund. „Wer, ich, wieso bin ich jetzt ein Heuchler?“ „Nun“, sagte er, „du hast die Menschen noch nicht einmal gesehen, aber dennoch beschuldigst du sie. Warum kommst du nicht mit und beweist es?“ Ich wollte eigentlich nicht darauf eingehen, aber mein Freund lud mich auch ein, nach dem Gottesdienst bei ihnen zu essen. Das war für mich sehr verlockend, denn ich hatte nur ein Zimmer ohne Kochgelegenheit. Daraufhin sagte ich: „Dann sehen wir uns Sonntagmorgen.“ „Nein“, sagte mein Freund, „nicht am Sonntag, sondern am Samstag.“ Ich lachte, was für seltsame Christen es doch gab, die nicht einmal wissen, an welchem Tag sie in die Kriche gehen müssen. Damals sah ich aus wie ein Hippie – so lange Haare, dass ich darauf sitzen konnte, einen dichten Bart, Ohrringe, Ketten, Armbänder und diese ganze Aufmachung. Am Samstagmorgen kam ich energischen Schrittes in die Kirche hineingestapft und musterte alle Leute, welche mich ebenfalls ansahen und fühlte mich verunsichert. Die Predigt fand ich sehr langweilig und ich saß nur noch abwartend da, bis es zu Ende ging. Nachher erkundigte sich mein Freund: „Und, hast du die Heuchler gesehen?“ „Nun“, sagte ich, „nicht genau, aber es gab welche.“

„Komm, lass uns nach Hause gehen und etwas essen“, schlug er vor. Ich hatte noch nie zuvor eine solch reichgedeckte Tafel gesehen. „Esst ihr immer so?“, fragte ich. „Nein“, sagte mein Freund, „nur heute, denn es ist Gottes besonderer Tag.“ Das war mir freilich egal, aber das Essen war vorzüglich. Nach dem Essen fragte mich mein Freund, ob ich Lust hätte, auch am Freitagabend zum Essen zu kommen. Das stieß nicht auf taube Ohren, und ich erschien zur vereinbarten Zeit. „Willkommen“, begrüßte mich mein Freund, „Du kommst genau richtig zum Bibelstudium.“ Ich schluckte, aber mit dem Gedanken an das Abendessen „ertrug“ ich den Rest. Man lud mich auch für die folgende Woche ein, aber ich beschloss, etwas später hinzugehen. „Bin ich nicht zu spät?“, erkundigte ich mich in der Hoffnung, das Bibelstudium verpasst zu haben. „Du kommst gerade rechtzeitig ....... zum Bibelstudium“, sate mein Freund. Na, „herrlich“, dachte ich.
Und so geschah es einige Wochen hindurch, dass ich jedesmal etwas später als beim vorigen Mal, aber auch jedesmal „gerade rechtzeitig“ zum Bibelstudium kam, und ich bekam eine Bibel. Ich war nicht blöd, ich merkte natürlich, dass sie mich zum Christentum bekehren wollten, aber ich war Buddhist. Die Bibel war für mich ein Erzählbuch und ich nahm mir vor, ihnen die Irrtümer aufzuzeigen. Bei der folgenden Bibelstunde hatte ich meine Argumente schon vorbereitet. Aber sie entkräfteten eines nach dem anderen. Ich versuchte immer noch, Fehler zu finden, und so nahm ich die Bibel überall mit und las in jeder freien Minute darin.
Eines Tages saß ich im Pub und hatte ein Bier bestellt. Als ich gerade zum Trinken ansetzte, fiel mein Blick auf eine Stelle im Neuen Testament. Da stand: „Niemand kann zwei Herren dienen; entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und Mammon.“ Ich hielt die Bibel in der einen und das Bier in der anderen Hand. Ich wusste nicht so recht, wofür ich mich entscheiden sollte, denn ich merkte, dass es schlecht zusammenpasste. Aber ich klappte die Bibel zu und trank das Bier. Dennoch ließ es mich nicht in Ruhe. Es war, als ob mir jemand durch dieses Buch etwas sagen wollte.
Von da an begann ich mehr zu studieren, anstatt nach Fehlern zu suchen. Eine Stelle fesselte mich besonders, Johannes 3,16 „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ Ich betrachtete mein Leben: Ich nahm den ganzen Tag Drogen. Dadurch wurde mein Leben vollkommen beherrscht. Mein Leben? War es überhaupt mein Leben? Was für ein Leben war es eigentlich? Meine Freunde saßen in Gefängnissen, lagen in Krankenhäusern oder waren an Drogen gestorben, und hier war Christus, der mir ewiges Leben anbot. War es das wrt, um es mit dem Christentum zu versuchen? Um ehrlich zu sein; ich hatte alles ausprobiert, Buddhismus, Spiritismus, Okkultismus, New Age, Drogen, Alkohol, nichts war die Lösung. Auf der anderen Seite hatte ich auch nichts zu verlieren, wenn es nicht funktionierte. Ich musste eine Entscheidung treffen. So ging ich mit mir zu Rate. Schließlich kniete ich mich hin und sprach ein sehr einfaches Gebet: „Gott, wenn es Dich wirklich gibt und du diese Macht hast, beweise es dann in meinem Leben und nimm diese Sucht von mir weg.“ Ich tat den Schritt. Ich hörte mit den Drogen auf, erwartete aber wieder diese höllischen Schmerzen und schlaflosen Nächte, die mit dem Entsagendieser Killer einhergehen. In den ersten 24 Stunden hatte ich keine Probleme. Auch der zweite Tag ging vorbei, die erste Woche, der erste Monat und dieser Schmerz kam niemals wieder. Ich war wieder frei!! Diese jahrelange Tortur hatte ein Ende. Nachdem ich diese Kraft in meinem Leben erfahren hatte, übergab ich mich Ihm, der dies für mich tat. Ich preise Ihn noch heute jeden Tag für dieses Wunder. Aber Er kann es in jedem Leben bewirken, auch in deinem. Für Ihm ist nichts zu schwierig oder zu groß.

Das Geheimnis von Josef und Pièrre Zurück

Bei Freundschaft denken wir oft an eine menschliche Beziehung. Die folgende Geschichte von Pièrre und seinem Pferd ist ein Beispiel einer Freundschaft zwischen Mensch und Tier.
Sie spielte sich in Montreal, Kanada, ab; einer großen Stadt mit schmalen Straßen, wie z.B. die Prinz-Edward-Straße, die vier Häuserblöcke lang war und in einer Sackgasse endete. Niemand kannte die Prinz-Edward-Straße so gut wie Pièrre Dupin, denn Pièrre belieferte die Familien dieser Straße schon seit dreißig Jahren.
Josef, ein großes weißes Pferd, zog während der letzten fünfzehn Jahre Pièrres Milchwagen. Als dieses Pferd damals zur regionalen Molkerei kam, hatte es noch keinen Namen. Pièrre streichelte über den weichen Pferdehals und schaute ihm geradewegs in die Augen. „Das ist ein freundliches und treues Pferd”, sagte Pièrre, „und aus seinen Augen strahlt ein guter Charakter. Ich nenne ihn Josef.” Ein Jahr später kannte Josef die Strecke genau so gut wie Pièrre. Pièrre gab ein wenig damit an, dass er die Zügel niemals brauchte.
Jeden Morgen um 5 Uhr wurde der Wagen beladen, wenn Pièrre bei den Fabrikställen ankam, und Josef davorgespannt. Pièrre rief dann „Guten Morgen, alter Freund!” wenn er auf den Wagen stieg und Josef drehte dann seinen Kopf, und die anderen sagten dann daß das Pferd Pièrre anlachte. Jacques, der Chef, sagte: „Ok, Pièrre, fahr los,” und Pièrre sagte dann sanft zu Josef „Vorwärts, mein Freund!” und dieses besondere Paar trottete dann stolz durch die Straßen.
Josef ging, ohne dass Pièrre etwas tun mußte, zur Katharinenweg. Nach drei Blöcken bog er rechts in den Rosenweg und weitere zwei Blöcke später links in die Prinz-Edward-Straße ein. Das Pferd hielt am ersten Haus an, wartete, bis Pièrre abgestiegen wars und eine Flasche Milch an die Vordertür gestellt hatte und ging dann wieder weiter, ließ zwei Häuser aus und hielt beim dritten. So ging es die ganze Straße durch. Am Ende der Straße kehrte Josef von selbst um und lief an der anderen Straßenseite wieder zurück. Ja, Josef war ein intelligentes Pferd. Pièrre sagte aufgrund von Josefs Fachkenntnis stolz: „Ich rühre die Zügel niemals an. Er weiß genau, wo er halten muß. Ein Blinder könnte meine Strecke mit Josef fahren.” So ging es jahrelang weiter. Pièrre und Josef wurden gemeinsam alt. Und allmählich wurde Pièrres langer, dichter Schnurrbart weiß.
Josef zog seine Knie beim Gehen nicht mehr so hoch und hob auch seinen Kopf seltener. Jacques bemerkte nicht, dass sie zusammen alt wurden, bis Pièrre eines Morgens mit einem Spazierstock ankam. „He, Pièrre,” lachte Jacques, „plagt dich das Zipperlein?” „Ja, Jacques,” sagte Pièrre ein wenig unsicher. „Wir werden älter und die Beine etwas schwerer.” „Du mußt dem Pferd beibringen, die Milch für dich zur Haustür zu tragen,” scherzte Jacques, „das andere macht er ja schon.” Pièrre kannte jede Familie, der er Milch lieferte. Jeder wußte, dass Pièrre weder lesen noch schreiben konnte. Also konnte man auch keine Notiz hinterlassen, wenn mal mehr Milchflaschen benötigt wurden. Sobald die Leute die Wagenräder über das Straßenpflaster rattern hörten, riefen sie es aus dem Fenster oder kamen heraus, um es Pièrre mitzuteilen.“ „Würden Sie morgen noch eine Flasche Milch mehr mitbringen, Pièrre?” „Ach, ihr bekommt Besuch zum Abendessen,” rief er dann fröhlich zurück.
Pièrre hatte ein bemerkenswert gutes Gedächtnis. Wenn er zum Stall zurückkehrte, konnte er Jacques genau erzählen, was jeder benötigte. „Familie Paquin hat heute eine zusätzliche Flasche Milch genommen; Familie Lemoine hat einen Becher Sahne gekauft.” Jacques notierte dies dann in einem Büchlein, das er immer bei sich trug. Die meisten Milchzusteller mußten selbst die wöchentlichen Rechnungen schreiben und das Geld abholen, aber Jacques, der Pièrre sehr mochte, hatte ihn davon freigestellt. Pièrre mußte nur dafür sorgen, dat er morgens rechtzeitig die Milch zustellte. Einige Stunden später kam er dann zurück, rief Jacques fröhlich: „Guten Tag!” zu und schlurfte die Straße hinunter.
Eines frühen Morgens besuchte der Fabrikdirektor die Wagen. Jacques wies ihn auf Pièrre hin und sagte: „Beachten Sie, wie er mit dem Pferd spricht. Sehen Sie, wie es zuhört und seinen Kopf Pièrre zuwendet? Erkennen Sie den Blick in den Augen des Pferdes? Manchmal denke ich, die zwei teilen ein Geheimnis. Es ist mir schon oft aufgefallen. Es scheint, als ob sie uns gemeinsam angrinsen, wenn sie sich auf den Weg machen. Pièrre ist ein guter Mann, Herr Direktor, aber er wird alt. Darf ich vorschlagen, ihn mit einer kleinen Rente in den Ruhestand zu entlassen?” fragte er besorgt. „Aber natürlich,” lachte der Direktor. „Ich kenne seine Verdienste. Er ist nun 30 Jahre lang diese Strecke gefahren und es gab niemals irgendwelche Klagen. Teile ihm ruhig mit, dass er in Rente gehen darf. Sein Gehalt wird ihm weiter bezahlt werden.”
Aber Pièrre wollte nicht in Rente gehen. Er konnte den Gedanken nicht ertragen, nicht mehr jeden Tag mit Josef zu fahren. „Wir sind zwei alte Freunde,” antwortete er Jacques. „Lassen Sie uns gemeinsam weiterarbeiten. Wenn Josef nicht mehr kann, werde ich auch aufhören.” Dafür hatte Jacques Verständnis. Etwas war mit Pièrre und Josef, das einen teder deed lachen. Es war, als ob jeder eine verborgene Kraft aus dem anderen zog. Wenn Pièrre auf dem Wagen mit Josef davor saß, machten die beiden einen frischen Eindruck. Aber sobald sie ihre Arbeit beendet hatten und Pièrre steif vom Wagen stieg und langsam die Straße hinunter schlurfte, erschien er wirklich sehr alt; und das Pferd ließ seinen Kopf hängen und trottete müde zu seinem Stall zurück.
Eines Morgens hatte Jacques eine schlimme Nachricht für Pièrre, als dieser kam. Es war ein kalter Morgen und noch stockfinster. Diesen Morgen war die Luft eiskalt und der Schnee, der in der Nacht gefallen war, glitzerte wie eine Million Diamanten zusammen. Jacques sagte: „Pièrre, dein Pferd, Josef ist heute morgen nicht aufgewacht. Er war sehr alt, Pièrre. Er war 25, und das ist genau so alt wie beim Menschen 75 Jahre.” „Ja,” sagte Pièrre langsam, „ich bin auch 75. Und ich kann Josef nicht mehr sehen.” „Aber natürlich!” kam ihm Jacques entgegen.“ „Er ist in seinem Stall und sieht sehr friedlich aus. Geh mal zu ihm.” Pièrre machte einen Schtitt vorwärts. „Nein… nein…. Sie begreifen das nicht, Jacques.” Jacques klopfte ihm auf die Schulter. Wir werden schon ein anderes Pferd finden, genau so gut wie Josef. Innerhalb eines Monats kannst du ihm genauso gut dieselbe Strecke einweisen wie Josef. Wir werden…. “ Der Blick in Pièrres Augen ließ ihn verstummen. Pièrre hatte jahrelang seine schwere Mütze auf, mit der Klappe gerade über seine Augen gezogen, als Schutz gegen den bitteren Morgenwind. Nun schaute Jacques in Pièrres Augen und sah etwas, das ihn betroffen machte: Nur einen verschwommenen, leblosen Blick. Die Augen zeigten seinen Schmerz. Es war, als ob sein Herz und seine Seele gestorben waren. „Nimm dir heute frei, Pièrre,” sagte Jacques, aber Pièrre humpelte schon die Straße hinunter – und wäre ihm dort jemand begegnet, hätte er Tränen über seine Wangen fließen sehen und ein halb unterdrücktes Schluchzen gehört.
Pièrre ging bis zur Ecke und dann über die Straße. Jemand in stieß noch einen Warnruf aus und ein großer Lastwagen, der mit einiger Geschwindigkeit ankam, bremste mit aller Macht, aber augenscheinlich hötde Pièrre nichts von beidem. Fünf Minuten später sagte der Fahrer des Krankenwagens: „Er ist tot – auf einen Schlag getötet.”
Jacques und verschiedene andere Milchzusteller schauten auf seinen leblosen Körper hinab. „Ich konnte nichts machen,“ sagte der Lastwagenfahrer; „er ging einfach über die Straße. Mir schien, er bekam gar nichts mit. Er ging weiter, als ob er blind wäre.” Der Arzt des Krankenwagens beugte sich über ihn. „Blind? Natürlich war er blind. Sehen Sie sich seine Augen an. Sehen Sie den grauen Star? Dieser Mann war bestimmt schon seit fünf Jahren blind.” Er wandte sich an Jacques. „Sie sagen, dass er für Sie gearbeitet hatte? Wußten Sie nicht, dass er blind war?” „Nein… nein…!” sagte Jacques leise. „Niemand von uns wußte das. Es gab nur einen, der das wußte – ein Freund von ihm, Josef… Es war ein Geheimnis, ich glaube, nur zwischen den Zweien!”

„Die Intelligenz, die manch stummes Tier beweist, ist so nahe an der menschlichen Intelligenz, dass es mysteriös ist. Tiere sehen und hören, lieben, fürchten sich und leiden. Sie gehen mit ihren Organen sorgsamer als viele Menschen mit ihren um. Sie zeigen Mitgefühl und Zärtlichkeit für ihre leidenden Artgenossen. Manch Tier zeigt eine Anhänglichkeit für ihre Ernährer, die diejenigen Zärtlichkeiten weitaus übersteigt, die einige Menschen zeigen. Sie entwickeln Bande mit dem Menschen, die nicht zerrissen werden können, ohne dass dies bei ihnen großes Leid verursacht.” Der Weg zur Gesundheit, S. 263

Steht deine Hütte in Brand? Zurück

Der einzige Überlebende eines Schiffbruchs rettete sich auf eine kleine, unbewohnte Insel. Er flehte zu Gott um Rettung und suchte jeden Tag den Horizont nach Hilfe ab, aber es schien hoffnungslos. Obwohl er völlig erschöpft war, schaffte er es aber dennoch, sich eine kleine Hütte aus Treibholz zu bauen, um sich gegen Regen und Wind zu schützen und seine wenigen Habseligkeiten unterzubringen.
Aber als er eines Tages nach Hause kam – er hatte gerade im Dreck nach Nahrung gesucht -, sah er seine Hütte in Flammen aufgehen und große Rauchwolken in den blauen Himmel steigen. Das Schlimmste, was passieren konnte, war nun eingetreten. Er wurde von Weinkrämpfen geschüttelt und bekam einen Wutanfall. „Oh Gott, wieso hast du mir das angetan?“, schrie er. Aber am nächsten Morgen wurde er vom Geräusch eines Schiffes geweckt, das sich seiner Insel näherte. Es war gekommen, um ihn zu retten. „Woher wusstet ihr, dass ich hier war?“, erkundigte sich der entkräftete Mann bei seinen Rettern. „Wir sahen das Rauchsignal!“, antworteten sie. Wenn etwas schlecht läuft, kann man leicht den Mut verlieren. Aber wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen, denn Gott wirkt auch in unserem Leben, sogar bei Leid und Schmerz. Vielleicht ist es auch bei dir ein Rauchsignal von Gottes Gnade, wenn deine kleine Hütte einmal bis auf den Boden niederbrennt. Auf alles Negative, von dem wir uns entmutigen lassen, hat Gott eine positive Antwort.

Wir sagen: „Es ist unmöglich.“
Gott sagt: Alle Dinge sind Möglich. (Matthäus 19,26)

Wir sagen: „Ich bin zu müde.“
Gott sagt: Ich werde dir Ruhe geben. (Matthäus 11:28-30)

Wir sagen: „Niemand liebt mich.“
Gott sagt: Ich liebe dich. (Johannes 3,16, und 13,34)

Wir sagen: „Ik kann nicht mehr.“
Gott sagt: Halte dich an meiner Gnade fest. (Psalm 91,15 und 2. Korinther 12:9)

Wir sagen: Ïch kann das nicht.“
Gott sagt: Du kannst alles durch mich. (Philipper 4,13)

Wir sagen: „Ich bin dazu nicht imstande.“
Gott sagt: Ich bin imstande, dich zu befähigen. (2. Korinther 9,8)

Wir sagen: „Das ist es nicht wert.“
Gott sagt: Ich führe alle Mitarbeit zum Guten. (Römer 8,28)

Wir sagen: „Ich kann mir nicht verzeihen.“
Gott sagt: Ich vergebe dir. (1. Johannes 1,9)

Wir sagen: „Ich kann es nicht bewältigen.“
Gott sagt: Ich werde deine Angelegenheiten regeln. (Philipper 4,19)

Wir sagen: „Ich habe immer Sorgen und werde enttäuscht.“
Gott sagt: Werft all eure Sorgen auf mich. (1. Petrus 5,7)

Wir sagen: „Ich habe keinen Glauben.“
Gott sagt: Ich habe jedem Glauben gegeben. (Römer 12,3)

Wir sagen: „Ich bin nicht intelligent genug.“
Gott sagt: Ich werde dir Weisheit geben. (Sprüche 2,6 und Jakobus 1,5)

Wir sagen: Ich fühle mich einsam.“
Gott sagt: Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen. (Hebräer 13,5).

Der Wundervogel
    von Dever Kujur
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Trrrrr... Was ist das? Oh, das ist ein Specht. Es gibt etwa 200 Spechtarten auf der Welt. Auf der Suche nach Insekten sieht man den Specht meist spiralförmig einen Baumstamm hochklettern. Es sind sehr hungrige Vögel! Das ist nicht verwunderlich, denn sie verbrauchen sehr viel Energie. Der nordamerikanische Schwarzspecht kann 900 Käferlarven vertilgen, wenn sich ihm die Gelegenheit bietet, während der grünköpfige Specht täglich beinahe 2000 Insekten verputzen kann. Diese scheinbar unersättliche Fressgier ist positiv zu werten, weil dadurch die Insektenzahl verringert und die Ausbreitung von Baumschädlingen begrenzt wird. Der Specht pickt gegen den Baumstamm und bohrt ein Loch in die Rinde, um Insekten zu suchen. Dabei stößt er 15 bis 16 Mal pro Sekunde in das Holz! Stell dir einmal diese Geschwindigkeit vor! Das bedeutet, dass er mit seinem Schnabel den Baumstamm fast doppelt so schnell wie ein Maschinengewehr trifft. So bekommt sein Kopf eine beinahe doppelt so hohe Geschwindigkeit wie eine Maschinengewehrkugel. Kannst du dir vorstellen, welche Wucht durch dieses Hämmern entsteht? Bei jedem Stoß wird sein Kopf zu plötzlichem Stillstand gebracht, wobei ein 1000-facher Druck der Schwerkraft aufgebaut wird. Das ist mehr als das 250-fache dessen, was ein Astronaut bei der Beschleunigung einer Rakete aushalten muss. Wodurch ist der Specht in der Lage, diese Kräfte zu ertragen? Was bewirkt, dass sein Gehirn nicht herausfliegt, wenn sein Kopf zu plötzlichem Stillstand kommt? Der Specht überlebt den Aufprall des Kopfes und diesen gewaltigen Druck, weil Gott in seiner Weisheit besondere Vorkehrungen für seinen Kopf, seinen Schnabel und sein Genick traf. Die Hirnschale ist sorgfältig mit Knochen verstärkt, damit der Kopf beim Treffen des Baumstammes zusammengehalten wird. Bei den meisten Vögeln ist der Schnabel mit dem Schädel (der Teil der Hirnschale, die das Gehirn umschließt) verbunden, jedoch ist dies bei Spechten nicht der Fall. Stattdessen sind Schädel und Schnabel durch eine schwammartige Schicht voneinander getrennt, wodurch die Stöße abgefedert werden. Diese Stoßdämpfung ist so gut, dass Wissenschaftler gesagt haben, dass sie viel besser als sämtliche Stoßdämpfer ist, die sich Menschen jemals ausgedacht haben. Aber da ist noch etwas, wodurch das Gehirn geschützt ist: Wenn der Specht mit seinem Schnabel den Baumstamm trifft, wird der beim Schnabel liegende Teil des Gehirns durch besondere Muskeln weggezogen - und dabei bleiben sie genau im Takt! Dann gibt es noch vollkommen aufeinander abgestimmte Nackenmuskeln, die für eine absolut aufrechte Kopfhaltung beim Picken sorgen. Schon die kleinste Veränderung seiner Kopfhaltung hätte zur Folge, dass das Gehirn zerschmettert würde. Doch mit all diesen Vorsorgemaßnahmen kann der Specht jahrein, jahraus solchem enormen Druck widerstehen, viele tausend Male am Tag.
Spechte sind für ihr Klopfen am Baumstamm bekannt und haben dafür auch einen Schnabel, der weitaus stärker als der anderer Vögel ist. Diese Härte verhindert, dass sein Schnabel wie eine Ziehharmonika zusammengedrückt wird, wenn er den Baumstamm mit einer solchen Wucht trifft; und die Meißelform des Schnabels sorgt dafür, dass er leichter ins Holz eindringen kann. Die Holzspäne, die dabei herausfliegen, gelangen deshalb nicht in seine Nasenöffnungen, weil diese birnenförmig und mit feinen Fasern bedeckt sind. Eine weitere Besonderheit dieses bemerkenswerten Vogels ist, dass er gerade hochklettern und diese Position während des Pickens aufrechterhalten kann. Was befähigt ihn dazu? Spechte haben dafür zwei nach hinten abstehende Zehen, und mit ihren kräftigen Sehnen und Beinmuskeln, ihren scharfen Krallen und steifen Schwanfedern sind sie in der Lage, geradewegs hochzuklettern und diese Position während des Kletterns beizubehalten.
Weißt du, dass Spechte auch eine sehr lange Zunge haben? Nachdem der Specht mit dem Schnabel ein Loch hinter die Baumrinde ins Holz geschlagen hat, fängt er damit die Insekten. Spezielle Drüsen geben eine klebrige Substanz ab, wodurch Insekten und Larven an seiner Zunge hängen bleiben, so wie Fliegen am Fliegendraht. Und wo bleibt seine Zunge, wenn er sie nicht benutzt? Sie ist viel zu lang, um sie aufzurollen und in seinem Schnabel zu behalten. Sie bleibt in seiner rechten Nasenhöhle verankert, von wo aus sie sich halbiert. Die beiden Hälften liegen dann an jeweils einer Seite des Schädels unter der Haut und treffen wieder zusammen, wenn sie durch ein Loch unten im Schnabel wieder in ihn zurückkommen. Ein prächtiges Kunstwerk der Schöpfung! Es wird ersichtlich, dass alle diese absolut notwendigen Fähigkeiten nicht zufällig entstanden sein können. Ohne seine einzigartige Zunge könnte er nicht an sein Futter kommen, von seiner Stoßabfederung ganz zu schweigen. Bei normalem Picken wäre keine Stoßdämpfung nötig. Ohne jenen besonderen Schutz des Gehirns würde er nicht leben können. Besondere Muskeln bewahren das Gehirn in seiner Lage. Dies alles spricht für einen meisterhaften Entwurf. Der Specht ist einer von vielen Beweisen, dass wir einen intelligenten Schöpfer haben.

"Niemand hat Gott je gesehen," sagt die Bibel (Johannes 1,18). "Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt." (Römer1,20) Die Erde, das Meer, die Luft, alle Tiere wie auch die Vögel, die Pflanzenwelt und das Funktionieren des menschlichen Körpers und alle anderen Dinge geben uns unzählige Beweise der Schönheit und Ordnung, von Genauigkeit und Präzision, Anpassungsvermögen und Vernunft. Immer mehr Wissenschaftler erkennen, dass dies nicht durch allmähliche Evolution entstanden sein kann, sondern dass dies alles eindeutig einen Plan hat - und somit einen Planer. Der Prophet Jesaja fasste es in diese Worte: "So spricht der HERR, dein Erlöser, der dich vom Mutterleibe bereitet hat: Ich bin der HERR, der alles schafft, der den Himmel ausbreitet allein und die Erde festmacht ohne Gehilfen." (Jesaja 44,24)

Ein Partner fürs Leben Zurück

Alleinstehende rätseln oft: Wie kann ich mit dem Mädchen/Jungen, das/den ich liebe, eine Verbindung eingehen? Verheiratete fragen sich manchmal: Wie kann ich meinen Ehepartner lieben? Es geht eigentlich nicht darum, den richtigen Partner zu finden, sondern der richtige Partner zu sein. Bin ich derjenige, der sie glücklich machen kann? Bin ich diejenige, die ihn glücklich machen kann? Gott selbst hat die Ehe bereits im Paradies eingeführt, und er schloss auch die erste Ehe. (1.Mose 2,22-24) „Wenn in dieser Beziehung zwischen zwei Menschen die göttlichen Grundsätze erkannt und befolgt werden, ist die Ehe ein großer Segen. Sie bewahrt die Reinheit und das Glück des Menschengeschlechtes, sorgt für seine sozialen Bedürfnisse und erhebt seine körperliche, intellektuelle und moralische Natur.“
Liebe - ein Wort mit mehreren Bedeutungen
Gloria sagte ihrer Mutter, dass sie bei ihrem Freund übernachten wolle. Ihre Mutter versuchte sie davon zu überzeugen, dass dies nur innerhalb der Ehe geschehen darf. Aber Gloria fand nichts dabei, schließlich war Lars doch ihre ’große Liebe’?! Vier Jahre später berichtete Lars einem Freund: „Natascha ist wirklich Klasse!“ Ich musste an Gloria denken. Nach ihr hatte Lars noch vier Freundinnen gehabt. Ist das Liebe?
Erik und Conny beschlossen, bis zu ihrer Hochzeit jeden körperlichen Kontakt zu meiden. „So haben wir gezeigt, dass wir uns lieben. Der erste Kuss war das Allerschönste, das ich jemals erlebt habe,“ erzählte Erik. Zwei Paare benutzten also dasselbe Wort ‚Liebe’ als Erklärung für ihre doch entgegengesetzte Handlungsweise. Bei den einen war ‚Liebe’ die Begründung für Ungeduld und führte zu Kompromissen, bei den anderen erwies Liebe Ehrlichkeit, Vertrauen und Geduld.
Gemeinsam ausgehen
1. Ausgehen führt oft zu Intimitäten, ohne eine lebenslange Verbindung zu planen.
Es ist wie Bergsteigen mit einem Partner, bei dem du dir nicht sicher sein kannst, ob er/sie das Seil wirklich festhalten wird. Sie gehen vergnüglich miteinander aus, ohne irgendeine Verantwortung zu tragen.
2. Ausgehen gibt keine Sicherheit einer ’Freundschaft’ in einer Beziehung.
„Er wollte mit mir ausgehen, aber ich fürchtete, dass sich unsere Freundschaft verändern würde.“ Silvia wusste, dass beim Ausgehen etwas anderes von ihr erwartet würde, als das, was sie als echte Partnerschaft ansah; und dass sie damit nicht würde umgehen können.
3. Ausgehen wird oft mit Liebe verwechselt.
Gerd und Lisa ’tollten’ miteinander herum, was mit Küssen endete. Es war ein schönes Gefühl, war aber eine erste Erfahrung mit ihrer körperlichen Attraktivität und brachte Unsicherheit. Sie hatten sich nicht wirklich kennengelernt. Wenn sie über ihre Beziehung sprachen, dachten sie ständig an ihre Vertraulichkeit. Aber liebten sie sich wirklich? Mit der Berührung der Lippen sind die Herzen noch lange nicht zusammengeschmolzen. Diese Handlungen führen oft zu unvernünftigen Entscheidungen. Gott verbietet uns bestimmte Dinge, damit wir in der Ehe keine Last mit Schuldgefühlen und schmerzlichen Erinnerungen haben werden.
4. Durch Ausgehen wird ein ’Paar’ von anderen Beziehungen getrennt.
Wenn wir in einer Beziehung merken, dass sie alle andern überdeckt, verlieren wir den Überblick. In Sprüche 15,22 steht: „Wo keine Beratung ist, da scheitern Pläne, wo aber viele Ratgeber sind, da kommen sie zustande.“ Übertriebene Aufmerksamkeit in solchen Beziehungen isoliert sie oft von Angehörigen, die sie am besten kennen, von Freunden, die sie mögen, und traurig genug, auch meist von Gott. Einige ’kleben’ so aneinander, das sie sich Möglichkeiten vorenthalten, nur weil sie keinen Moment ohne einander auskommen können. Um im Leben erfolgreich zu sein, ist eine Charakter- und Talententwicklung sowie das Sammeln von Erfahrungen notwendig.
5. Ausgehen führt zu einer willkürlichen Charakterbeurteilung.
Wenn man beim Basketball die Korbhöhe verringert, scheint man vielleicht ein sehr guter Basketballspieler zu sein, aber sobald der Korb wieder auf die normale Höhe gebracht wird, wird man wieder auf sein eigenes Niveau zurückfallen. So verhält es sich auch beim Ausgehen. In einer künstlichen Umgebung lernt man eine Person nicht wirklich kennen. Er hat ein schönes Auto; sie sieht gut aus. So kann man zwar ’Vergnügen’ haben, aber das besagt nichts über den wahren Charakter oder die Möglichkeit, ein guter Partner zu sein. Man muss die Wirklichkeit objektiv betrachten! Es ist sinnvoller, einander im täglichen Leben mit Familie und Freunden, bei der Arbeit und anderen Gelegenheiten kennen zu lernen; und vor allem Gott um Rat zu bitten, der die Zukunft kennt und weiß, wer am besten zusammenpasst.
Ins Verliebtsein verliebt sein
Verliebtheit kann man mit beinahe nichts anderem vergleichen, es sind tausend unbeschreibliche Augenblicke, und man hat dieses Kribbeln im Bauch. Essen, schlafen und Vernunft treten meist in den Hintergrund. Echte Liebe ist etwas Schönes, aber was wissen wir eigentlich davon? Wir können eine Romanze mit aller Leidenschaft beginnen, aber in Gottes Schule wahrer Liebe befinden wir uns oft noch im Kindergarten. Eine Romanze ist nur ein kleiner Teil wahrer Liebe. Gott möchte unser Verständnis vertiefen. Wir haben zu lange im Sandkasten gespielt, Er möchte uns an den Strand mitnehmen.
Warum Paulus gerade den Korinthern von der Liebe schrieb
Das Anliegen des Paulus, den Korinthern die Liebe Gottes zu beschreiben, ist vergleichbar mit dem Versuch, Hollywood einen Brief über Familie, Werte und Normen zu schreiben. Die Redensart ’Den Korinther spielen’ war gleichbedeutend für ’sich dem Sex hingeben’. Auch heutzutage werden die Sinne an jeder Straßenecke mit Sexualität konfrontiert. Liebe sei Sex, Sex sei Vergnügen und Vergnügen sei das einzige, was zähle. Unter solchen Umständen schrieb Paulus das bekannte Kapitel über die Liebe. „Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu. Sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, ... sie hofft alles, sie erduldet alles. Die Liebe hört nimmer auf.“ (1.Korinther 13,4-8)
Wahre Liebe
Wahre Liebe ist ein Grundsatz mit einem vollkommen anderem Fundament als die Liebe, die durch eine Aufwallung entsteht und plötzlich abstirbt, wenn sie schwer geprüft wird. Wahre Liebe ist keine starke, feurige, stürmische Leidenschaft, im Gegenteil, sie ist ruhig und von tiefer Beschaffenheit. Sie beachtet keine Äußerlichkeiten und wird nur von Normen angesprochen. Sie ist vernünftig, hat ein gutes Urteilsvermögen, und ihre Hingabe ist echt und dauerhaft. Wer von wahrer Liebe getrieben wird, handelt weder blind noch unangemessen, und wird Rat von (gottesfürchtigen) Eltern und Menschen mit Lebenserfahrung einholen und die Frage von beiden Seiten sorgfältig betrachten. Außerdem wird ein aufrichtiger Christ derartige Pläne niemals ohne die Sicherheit weiterverfolgen, dass Gott sie gutheißt. (Sprüche 12,15)
’Liebe’ in Gottes Wörterbuch nachgeschlagen
Philipper 1,9.10: „Und um das bete ich, dass eure Liebe noch mehr und mehr überströme in Erkenntnis und allem Urteilsvermögen, damit ihr prüfen könnt, worauf es ankommt, sodass ihr lauter und ohne Anstoß seid bis auf den Tag des Christus.“ Rein und makellos’ bedeutet nicht nur sexuelle Reinheit, sondern auch Reinheit der Gedanken, Gefühle und Beweggründe. Nicht ohne Grund riet Gott den Israeliten: „ ... alles was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht.“ (Philipper 4,8) Und wie steht es dann mit dem, was wir lesen, hören, sehen, oder dem Gebrauch zweideutiger Ausdrücke? Mädchen, helfen wir Jungen, reine Gedanken zu pflegen, oder sind wir mit aufreizender Kleidung und unserem Verhalten eher ihre Verführerinnen? Missbrauchen wir die Gefühle anderer, indem wir Geschenke annehmen, obwohl man nichts für den anderen empfindet? Egoismus sucht nur die Befriedigung der eigenen Wünsche, nicht das Wohl von anderen. Was die Sinne aufnehmen, beeinflusst die Gedanken, und Gedanken gehen den Taten voraus. Unsere Taten formen unseren Charakter und unser Charakter ist entscheidend für unser Schicksal.
Fragen und Grundsätze
• Ist er/sie gläubig? Kann ich die Forderungen meines Schöpfers als Priorität aufrechterhalten? Die Bibel verbietet Ehen zwischen Gläubigen und Ungläubigen. „Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?“ (2.Korinther 6,14) Viele argumentieren, dass es aber doch positiv sein kann, weil er/sie die/den anderen für die Wahrheit gewinnen kann. Aber in 1.Korinther 7,16 wird gefragt: „Denn was weißt du, Frau, ob du den Mann retten kannst? Oder was weißt du, Mann, ob du die Frau retten kannst?
• Wird diese Verbindung unsere gegenseitige Liebe und Brauchbarkeit für Gott noch erhöhen?
• Meint die Liebe, von der er/sie spricht, nur Abenteuer oder wahre Liebe; und ist er/sie meiner Liebe wert?
• Hat er/sie eine hohe Moral? In einer Zeit, in der so viel Missbrauch innerhalb der Familie geschieht, ist dies eine wichtige Frage.
• Haben wir dieselben Lebensziele?
• Haben wir einen erhebenden, positiven Einfluss aufeinander und können einander glücklich machen?
• Ist er/sie in der Lage, seinen/ihren Teil der Last des Lebens zu tragen?
• Wie behandelt er/sie seine/ihre Eltern? Beachtet er/sie ihre Wünsche?
• Wird er/sie Geduld mit meinen Fehlern haben oder anspruchsvoll und kritisch sein?
• Wird er/sie die eigene Identität behalten können?
• „Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat.“ (Epheser 5,25) Liebst du sie so sehr, dass du dein Leben für sie geben würdest?
• Für beide ist die richtige Kenntnis der Haushaltspflichten mit der entsprechenden Verantwortung wichtig.
Wie es nicht sein soll
• Eine so wichtige Verbindung wie die Ehe mit ihren weitreichenden Folgen sollte nicht übereilt und ohne ausreichende Vorbereitung geschlossen werden, bevor die seelische und körperliche Entwicklung dafür reif ist.
• Ein Lebenspartner ist von entscheidender Bedeutung für dein eigenes Glück und das Glück deiner Eltern. Ein kluger Sohn oder eine kluge Tochter wird den Rat seiner/ihrer Eltern wertschätzen. So kann dir viel zukünftiges Leid erspart bleiben.
• Keine Beziehung sollte heimlich sein. Ein junger Mann, der ohne Wissen der Eltern handelt, verhält sich unchristlich. So kann er zwar die Gedanken des unerfahrenen Mädchens manipulieren, zeigt aber damit, dass er ihrer Liebe nicht wert ist. So jemanden nennt die Bibel einen Dieb (Johannes 10,11). Die Bibel verurteilt jede Art von Unehrlichkeit und fordert uns auf, unter allen Umständen gerecht zu handeln. Dies gilt in umgekehrter Form auch für Mädchen.
• Und zum Schluss: Gehe niemals eine Beziehung aus Mitleid ein!
Bitte Gott im Gebet um Einsicht
„Darum seid nicht unverständig, sondern sucht zu verstehen, was der Wille des Herrn ist!“(Epheser 5,17) „Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verändern durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige Wille Gottes ist.“ (Römer 12,2)
Glauben bedeutet Gott zu vertrauen – und darauf, dass Er, der uns liebt, weiß, was das Beste für uns ist. Deshalb gehen wir nicht unseren eigenen Weg, sondern werden zur Erkenntnis Seines Weges geführt.
Wie erkenne ich Gottes Willen? Wenn wir entschlossen sind, nichts zu tun, was Gott missfällt, wird Er uns persönlich zeigen, was uns bisher verborgen ist.
Ist es vernünftig, als Antwort auf unser Gebet um ein Zeichen zu bitten?
Jesus trat Satan mit den Worten entgegen: „Es steht geschrieben.“ (Matthäus 4,4) Satan forderte von Christus ein Wunder als Zeichen Seiner Göttlichkeit. Wenn Jesus das getan hätte, hätte er Satan als Führer dieser Welt anerkannt. Aber er folgte immer dem Willen seines Vaters. Größer als alle Wunder und ein unwiderlegbares Zeichen war ein festes Vertrauen auf ein „So spricht der Herr.“ In einigen Fällen gibt Gott zusätzlich ein Zeichen als Bestätigung; dies steht aber niemals im Widerspruch zu Gottes Wort. Eindrücke und Gefühle sind kein Beweis für eine Führung durch Gott.
Gott spricht durch ein reines Gewissen
„Das Gewissen ist die Stimme Gottes.“ „Wollen wir ein wahrhaft christliches Leben führen, muss das Gewissen durch ständigen Kontakt mit dem Worte Gottes geschärft werden.“ „Wir müssen unseren Neigungen Widerstand entgegensetzen und sie überwinden. Wir sollen widerspruchs- und kompromisslos auf die Stimme des Gewissens hören, damit ihre Eingebungen nicht aufhören und wir von unserem eigenen Willen und Regungen beherrscht werden.“
Einige sind anmaßend
„Sowohl der Glaube als auch die Anmaßung erheben Anspruch auf Gottes Verheißungen; aber der Glaube bringt Frucht im Gehorsam, die Anmaßung gebraucht sie jedoch, um Übertretungen zu entschuldigen, so wie Satan es tat. Der sogenannte Glaube an Christus, der vorgibt, den Menschen von der Pflicht des Gehorsams Gott gegenüber zu befreien, ist kein Glaube, sondern ein Zeichen von Anmaßung. Wir können nicht leichtfertig Gottes Verheißungen in Anspruch nehmen, während wir uns sorglos in Gefahr begeben.“ (Matthäus 4,7)
„Bileam suchte nicht Gottes Willen, sondern ging seinen eigenen Weg. Dennoch versuchte er, Gottes Segen zu erhalten. Es gibt heute Tausende, deren Leben einen ganz ähnlichen Verlauf nimmt. Sie würden den Wert moralischer Verpflichtungen durchaus einsehen, wenn diese nur mit ihren Neigungen übereinstimmten. Entweder spricht die Bibel ganz klar darüber, oder Umstände und Vernunft machen sie ihnen deutlich. Aber wenn diese Erkenntnisse ihren Wünschen und Veranlagungen widersprechen, verdrängen sie sie häufig, wagen dann aber noch, Gott nach ihren Pflichten zu fragen.“
Gebet eines Mädchens an ihrem Hochzeitstag
„Lieber Gott, ich kann es kaum glauben, dass ich heute heiraten werde. Ich weiß, dass ich zuletzt nicht imstande war, in der Hektik der Vorbereitung für diesen Tag viel Zeit mit Dir zu verbringen – und das bedaure ich. Ich fühle mich auch etwas schuldig, wenn ich dafür bete, weil Mark noch immer kein Christ ist. Aber, Vater, ich liebe ihn doch so sehr. Ich kann doch nichts dafür! Ich kann ihn einfach nicht aufgeben. Oh Du musst ihn retten, auf die eine oder andere Weise. Du weißt, wie viel ich für ihn gebetet habe und wie wir zusammen über das Evangelium gesprochen haben. Ich versuchte, keinen zu religiösen Eindruck zu machen, das stimmt – aber doch nur, weil ich ihn nicht abschrecken wollte. Aber er hat nichts dagegen und ist schon einige Male zur Kirche mitgegangen. Und ich verstehe nicht, warum er es noch nicht angenommen hat. Oh, wäre er doch ein Christ. Lieber Vater, bitte segne unsere Ehe. Ich möchte Dir nicht ungehorsam sein, aber ich liebe ihn doch und möchte gerne seine Frau werden. Mögest Du bitte bei uns sein und verderbe bitte nicht meine Hochzeit. Amen.“
Welche Entschuldigung werden wir haben, wenn Gott für unser Verhalten in Beziehungen Rechenschaft von uns fordert? Wenn Er sogar einen Spatz fallen sieht (Matthäus 10,29), wird Er dann die gebrochenen Herzen und verletzten Gefühle übersehen?

 
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